Perfect Image
Ist Schönheit perfekt? Schöne, perfekte Abbilder begegnen uns tagtäglich in Magazinen und
auf Plakatwänden. Welche Vorstellung haben wir von dem perfekten Bild, der perfekten Gestalt,
von Schönheit?
Die aktuelle Ausstellung "Perfect Image" zeigt Werke von Ágnes Lörinzc aus ihren collage-
artigen Bildserien "Nouvelle Collection" und "dresscode". Gemusterte Stoffe und Tapeten
dienen der Künstlerin als Bildgrund für Motive aus der perfektionistischen Welt der Mode, Models
und Werbung.
Ausschnitthaft entnimmt sie Elemente und einzelne Formen. Oft nur in Umrissen werden die
Silhouetten von Schuhen, Taschen, Kleidungsstücken und Körpern wiedergegeben. Die Arbeiten
sind vielschichtige Kompositionen aus Übermalungen und Farbfeldern auf Stoff- und Tapeten-
mustern oder Holz.
Als gemalte Portraits werden die Figuren lebendig, Ausdruck und Gesten bekommen Charakter.
Was als Pose konzipiert war wird real. Die Bilder von Ágnes Lörincz spiegeln die Faszination
der Verführung durch Schönheit genauso wieder wie die Unerreichbarkeit eines Idealbildes
von Schönheit.
Ágnes Lörincz, geboren 1959 in Székelykeresztúr (Ungarisch Kreuz) / Rumänien hat an der
Kunsthochschule Klausenburg in Rumänien studiert, bevor sie 1985 nach Heilbronn zog.
Ihre Arbeiten sind seither in zahlreichen Ausstellungen zu sehen gewesen und in öffentlichen
und privaten Sammlungen vertreten. Im Jahr 2000 war Ágnes Lörincz Stipendiatin der Cité
Internationale des Arts, Paris.
Inspiriert von der Kunst und speziell für die "Nachtansichten" führt die freie Bielefelder Tanz-
Kompanie "Pani Bosa" (poln. Frau Barfuß) unter der Leitung und Choreographie von
Mariola Grzyb kurze Tanzsequenzen mit dem Titel "Perfect Style" auf.
Der Bürgersteig vor der Galerie Raumcollage wird zur Bühne. Die Kunst kommt in Bewegung.
Perfektion trifft auf Zufall und Schönheit.
Tänzerinnen: Mariola Grzyb und Sylke Keller.
