HÄUSER

HÄUSER sind in den aufwändigen digitalen Fotocollagen von Simon Huhn nicht unbedingt auf den ersten Blick
zu erkennen. Und doch bilden Architektur oder urbane Strukturen wie z.B. Straßen oder Hafenanlagen den
Ausgangspunkt der Arbeiten.
Der Dekonstruktivismus in der Architektur wie bei Eisenmann, Gehry oder Libeskind unterzieht die Struktur
und Form fortwährend einer simultanen Destruktion und erneuten Konstruktion. Überlagerung von Formen und
gesplitterte oder fragmentarische Bauelemente sind charakteristisch.
Die innere Logik, die wohlgeordnete stabile Form, wird aufgebrochen.
So auch bei den Arbeiten von Simon Huhn. Urbane Landschaften, gleichzeitig aus mehreren leicht verschobenen
Blickwinkeln betrachtet, schaffen einen Übergang von der gegenständlichen zur abstrakten Form.
Wie bei der multistabilen Wahrnehmung ist nicht immer eindeutig bestimmbar, was im Vordergrund steht und
was in den Hintergrund rückt.
Durch die Betonung der Licht- und Farbwirkung sowie starke Hell-Dunkel-Kontraste filtert Simon Huhn urbane
Elemente aus seinen Fotos und fügt sie neu zusammen. Dieser gesampelte Farbklang ergibt dann nicht nur einen
neuen Song sondern einen komplett neuen Sound. Vielfach spiegeln sich die Gebäudeflächen und Gegenstände.
Neue symmetrisch farbige Muster werden sichtbar wie bei einem Kaleidoskop, was aus dem Griechischen
übersetzt „schöne Formen sehen“ bedeutet.
Simon Huhn (geboren 1968) hat in Münster Architektur studiert und lebt und arbeitet freischaffend in Bielefeld.
